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Anzucht:

Ob im Garten, auf dem Feld, auf dem Balkon oder in Ihrer Wohnung, der Keimprozess ist jeweil derselbe: Die Samen müssen zuerst in einem separaten Gefäß keimen, bevor sie schließlich gepflanzt werden können. Sie können dafür CocoBrick® - Terrarienhumus aus der Zoohandlung oder alternativ handelsübliche Anzuchterde verwenden (erhältlich in Baumärkten und Gartencentern).

Vorbereitung:

Ein Gefäß (Löcher an der Unterseite, Mindesthöhe 7 cm) mit dem mit Wasser aufgequollenen Coco- brick® oder der Anzuchterde füllen. Die Erde leicht an der Oberfläche mit der flachen Hand andrücken. Gefäß auf eine Wanne stellen, damit später das überschüssige Wasser aufgefangen wird. Die Wanne mit Wasser füllen, die Erde kann so das Wasser gleichmäßig aufnehmen.

Aussäen:

Die winzig kleinen Tabaksamen vorsichtig und nicht zu dicht aufeinander aussäen. Ein kleiner Trick: falten Sie ein Stück Papier; legen Sie die Samen auf den Falz und tippen Sie vorsichtig das Papier an. Die Samen fallen einzeln auf die Erde. Wichtig: die Samen dürfen nicht in die Erde gesteckt werden, sondern müssen auf der Erdoberfläche liegen. Sie benötigen viel Licht und einen windarmen Platz zum Keimen. Falls die Erde austrocknet, etwas nachgießen. Nach ca. 6-8 Tagen haben die Samen gekeimt und beginnen zu wachsen.

Umpflanzen:

Sobald die Setzlinge eine Größe von ca. 1 bis 2 cm erreicht haben, sollten diese in ein größeres Gefäß (30 bis 40 cm Durchmesser) umgepflanzt werden. Als Erde empfiehlt sich Anzuchterde, evtl. mit Humus gemischt.

Pflanzen für den Balkon, Garten oder das Feld sollten bei einer Höhe von ca. 10 cm und beim Tragen von 6-8 Blättern ausgesetzt werden. Die beste Zeit dafür ist April/Mai.

Halten Sie beim Pflanzen im Garten oder Feld einen Abstand von mindestens 40 cm ein, da Tabakpflanzen ca. 1,5 bis 2 Meter groß werden. Sorgen Sie vor allem bei den noch jungen Pflanzen für einen ausreichenden Schutz vor Schnecken.

Regelmäßig Gießen ist wichtig! Tabakpfanzen sind wie alle Tropenpflanzen an Feuchtigkeit gewöhnt.

Reifeprozess:

Die Blätter einer Tabakpflanze reifen während 6-8 Wochen von unten nach oben. Sie werden dabei erst heller, dann verfärben sie sich lichtgrün, dann gelb und braun, bis sie schließlich abfallen.
Zigarettenfeinschnitt hat einen säuerlichen Rauch, der Tabak muss möglichst viel Zucker enthalten. Deshalb werden die Tabakblätter vollreif geerntet, wenn sie schon hellgrün werden, gelbe Flächen oder Ränder bekommen. Die gelbreifenden Virginia-Sorten zeigen bei Vollreife auf der ganzen Blattfläche einen gelblich-grünen Farbton.

Ernte:

Beste Erntezeit ist Nachmittags, wenn die Blätter etwas nachgiebiger sind. Die Blätter werden am
besten mit einer Hand vom Stängel abgebrochen und sehr sorgsam in einem Transportbehältnis abgelegt. Jede Druckstelle wird später zu einem braunen Fleck, der beim Trocknen den Tabak verderben kann, also Vorsticht! Geerntet wird von unten nach oben, am besten auch über einen Zeitraum von 2 Wochen immer ein paar Blätter abnehmen. Die obersten Blätter haben eine geringere Qualität und können vernachlässigt werden. Mit dem Transportbehältnis geht es am besten ohne Zwischenlagerung direkt zur Trockenstelle.

Trocknen:

Die Blätter werden am besten direkt nach der Ernte in einem dunkleren, gut belüfteten Raum auf einer
Leine aufgefädelt. Eine Sortierung nach größe empfielt sich, weil unterschiedliche Blattgrößen, unterschiedlich schnell trocknen. Ein Dachboden, ein Schuppen oder eine Scheune sind ideal dafür. Je nach Ort trocknen die Blätter in 3-5 Wochen. Die perfekte Trocknung erkennt man an den durchgetrockneten Blattrippen (hart und geschrumpft). Das Blatt muss sich leicht ballen lassen, ohne zu brechen und von alleine wieder auseinandergehen. Die Blätter sollten nach dem Trockungsprozess eine durchgehend braune Farbe haben.

Der letze Schliff:

Um aus dem leicht kratzigen Tabak einen rauchbaren, aromatischen Tabak zu machen, gibt es zwei Möglichkeiten: Die Fermentierung und die Soßierung:

Bei der Fermentierung findet ein letzter biochemischer Prozess statt, indem Chlorophyll und Eiweiß fast komplett abgebaut und Aromastoffe freigesetzt werden. Pressen Sie einen ca. 15 cm hohen Stapel Blätter zwischen zwei Holzbrettchen und verschnüren Sie das Paket. Jetzt stellen Sie ein offenes Gefäß mit Wasser (für die Luftfeuchtigkeit) und das Paket für 2 Stunden bei 50 Grad in den Backofen. Nach zwei Stunden werden die Blätter umgeschichtet (außenliegende Blätter nach innen und umgekehrt) und nochmals für 2 Stunden zusammen mit dem Wassergefäß in den Ofen gesteckt. Nach kurzem Lüften und Abkühlen ist der Tabak schnittfertig. Dies ist die Minimalform des Fermentierens, original ist eine mehrwöchige Lagerung bei 50 Grad. Der Tabak sollte in jedem Fall wohlriechend sein und beim Abbrennen nicht nach verbranntem Eiweiß (z.B: Haare oder Wolle) riechen.

Eine Methode für die Soßierung (Aromatisierung) funktioniert folgendermaßen: Die Tabakblätter werden in destilliertem Wasser, mit 30 Gramm Zucker je Liter, zwei Tage eingelegt. Der Zucker stößt einzelne Gärprozesse an und der Eiweißgehalt wird überdeckt. Nach der Trockung kann der Tabak geschnitten und geraucht werden.

Viel Spaß beim Anbau und dem anschließenden Rauchgenuss!

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